HmIP und BidCos über Homegear

Hallo zusammen,

Ich hatte lange Jahre eine Homegear-Installation mit einem Homematic Funk-LAN Gateway (HM-LGW-O-TW-W-EU) und war sehr zufrieden.
Im Zuge unseres Umzuges in die eigene Immobilie habe ich dann HomeMatic IP über eine RaspberryMatic mit RPI-RF-MOD dazu genommen. Auch diese habe ich an Homegear angebunden, was wiederum an OpenHAB hängt. Soweit sogut.

In letzter Zeit quälen mich allerdings leichte Funkprobleme und ich frage mich, ob die Co-Existenz von HM-BidCos direkt über Homegear und HmIP über die RaspberryMatic vielleicht nicht ganz ideal ist.
Gibt es irgendwelche Nachteile aus Homegear-Sicht, wenn man die HM-BidCos-Geräte auf die Raspberry umzieht und evtl. sogar das HM-LGW-O-TW-W-EU als 2. HM-BidCos Gateway an die RaspberryMatic hängt?
Ich würde ungern auf Homegear zwischen Homematic und OpenHAB verzichten, möchte mich aber auch von den Funktionen her nicht einschränken.
Leider findet man nicht sooo viel zu der CCU3/RaspberryMatic/DebMatic und Co. an Homegear.

Des einen oder anderen “CCU+Homegear”-User scheint es ja aber zu geben, vielleicht existieren hier schon ein paar Erfahrungswerte…

Gruß Andreas

HI @Andreas.Fink,

ich nutze Homegear mit dem CCU-Modul schon seit es das CCU-Modul gibt. Anfangs nur mit einer CCU2, im Laufe der Zeit ist noch ein CCU3-Nachbau (aka “Charly”) fuer ein paar HmIP-Devices dazugekommen. Und solange nicht eine der CCUs zickt hab ich auch keinerlei Probleme. Allerdings nutze ich pure Homegear, ohne OpenHAB … dazu kann ich leider nichts sagen.

Was das LAN-Gateway angeht … meiner Erfahrung nach ist das selbst in einem reinen Homematic-Umfeld reichlich zickig. Ich persoenlich wuerde es eher rausschmeissen und durch eine weitere CCU bzw. Charly oder Raspberrymatic ersetzen. Mit dem CCU-Modul fuer Homegear kannst du naemlich ohne Probleme mehrere CCUs anbinden.

Ein konkreter Nachteil faellt mir jetzt insges. nicht ein … fuer Puristiker evtl., dass man die Devices nicht direkt an Homegear angebunden hat, sondern ueber die CCU/Raspberrymatic noch eine Kommunikationsschicht dazwischen legt …

– Micha

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Hallo Micha,

vielen Dank für deine Antwort. Bevor ich HmIP dazugekommen habe hatte ich eigentlich keine Probleme mit dem LAN Gateway. Ich betreibe auch zwei weitere Installationen mit 2 bzw. sogar 3 LAN Gateways.

Wie sieht es denn mit dem Roaming aus? Ich denke das geht in Verbindung mit 2 CCUs (o.ä.) nicht, da die Geräte ja an der CCU angemeldet sind. Bei HMIP ist das durch die Repeaterfunktion einiger Devices nur bedingt ein Problem, auch wenn ich in meiner viel Aufwand betreiben muss, alles zu verbinden (Wohnung im 2. OG + Büro im Keller). Bei HM-BidCos wäre es dann nicht möglich z.B. Handsender überall zu nutzen.

Gruß Andreas

Hi @Andreas.Fink,

roaming funktioniert mit BidCos nicht, also weder direkt noch mit CCUs. Mit HmIP hab ich das noch nie getestet … mag aber auch daran liegen, dass ich keinerlei Handsender habe :wink:

– Micha

Verständlich, mit stationären Devices ist das Roaming eher nicht relevant. Mit mehreren LAN GWs ist das Roaming mit Homegear und HM-BidCos-Devices, wenn man es denn braucht, kein Problem. Bei HmIP kann man die Zwischenstecker und die Schaltplatine (HmIP-PCBS) als Repeater verwenden und damit ein selbstorganisierendes Mesh-Netz bauen. Mit diesen HmIP-PCBS habe ich auch die Strecke zwischen Wohnung und Büro überbrückt.

Bei Openhab immer mal wieder die Logdateien überprüfen. Die ERROR und WARN Meldungen sollten nicht überhand nehmen. Auch ich bin grade mit nem Frühjahrsputz in den rules, items und der sitemap durch. Regelmäßige Updates… und wenn was hängt, reboot und ggf. am nächsten Tag nochmal update.

Die Roaming Funktion sollte es zwar geben und lässt sich für jedes Gerät setzen. Ich habe aber vor Jahren aber den fest definierte Zugangspunkten (HG und LGW über PowerLAN) den Vorzug gegeben. Dazu vernünftige Antennen! 300 Meter mit Handsender ist machbar. Entfernte Geräte würde ich ggf. sogar über nen Wlan mit Richtantenne und LGW einbinden. Eugen von stall.biz hat sich zum Thema Antennen intensiv befasst.

Jerome bei asksinpp.de hat nen brauchbaren sniffer für Homematic gezaubert. Der hat mir auch schon gute Dienste erwiesen. Er unterstützt auch HmIP.

Die Geräteliste holt er von der CCU. Für Homegear ist das Script nicht gedacht. Es sei denn… hier hat wer Lust das anzupassen :wink::wink::wink:

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Hallo Tobias,

als OpenHAB-User seit 1.7 (oder noch früher, ich weiß es nicht mehr genau) ist für die Pflege und das Aufräumen der Config- und Script-Dateien, deren Anpassung an neue OH-Versionen und die regelmäßige Log-Analyse ohnehin selbstverständlich. Die OH-Logs laufen bei mir - wie auch alle anderen Logs der bei mir betriebenen Services - in eine GreyLog-Instanz. (Vielleicht übertrieben, aber eine meiner „Berufskrankheiten*“ :wink: Dort schaue ich mir das regelmäßig persönlich an und analysiere diese kontinuierlich auf Basis von Regeln.

Auch die Verwendung von der Situation angepassten Antennen ist relativ selbstverständlich. Jedoch ist eine vernünftige Funknetz-Planung nicht nur eine Frage von Reichweite. Meine heimische Installation umfasst - neben einigen anderen Technologien - aktuell ca. 50 HomeMatic-BidCos und - seit kurzem - rund 20 HomeMatic-IP Devices auf ca 130qm Wohn-&Homeofficefläche (ganz sicher eine Berufskrankheit*, das so daheim zu haben…). Irgendwann schlägt da auch einfach die 1%-DutyCycle-Keule zu. An einer anderen Lokation betreibe ich 120 HM-BidCos-Devices an 3 LAN-GW auf ca. 800qm Bürofläche. Hier hatte ich vorher Antennen mit höherem Antennengewinn im Einsatz, das hat sich aber bei einer derart dichten Umgebung als eher hinderlich erwiesen. Da man aufgrund der vielen Geräte und der damit verbundenen Statusmeldungen und den Antworten darauf schlichtweg häufig an das DutyCycle-Limit eines Gateways kommt und sich mehrere GWs bei hohen EIRPs irgendwann gegenseitig in die Quere zu kommen scheinen.

Die Gateways in meinen SmartHome-Installationen sind alle kabelgebundenen angebunden, da ich überall genügen CAT.7 Leitungen zur Verfügung habe, bzw. bei größeren Distanzen Glasfasern liegen habe. PowerLine kommt mir nicht in meine Netze, das ist für mich eher eine Krankheit als eine Technik*. Von Standort-Vernetzungen mit Standard-WLAN-Komponenten kann ich aus praktischen und regulatorischen Gründen eher abraten*, zumal es z.B. von Ubiquiti preisgünstige und geeignetere Komponenten gibt, mit denen man Strecken von wenigen Metern bis einigen Kilometern sehr zuverlässig, mit hohen Bandbreiten und niedrigen Latenzen überbrücken kann. Deren Hardware habe ich auch ganz gerne in meinem privaten Umfeld beim Switching, Routing und der WLAN-Versorgung im Einsatz. (Möglicherweise auch eine Berufskrankheit*)

Als Sniffer für Homematic-BidCos taugt mir Homegear selbst eigentlich schon ganz gut. Da ich mittlerweile die BidCos-Pakete im Hexformat recht gut deuten kann. Aber den Tipp mit dem Sniffer werde ich mir auf jeden Fall mal genauer anschauen, danke dafür.

Bei meiner Frage ging es mir im Speziellen um die Kombination von Homegear mit der CCU3 (oder deren Alternativen wie RaspberryMatic oder DebMatic) zur Anbindung von Homematic IP und dem parallelen Betrieb von HM-BidCos direkt mit Homegear. Und zusätzlich noch um die Vor- und Nachteile eines Umzugs dieser BidCos-Devices auf die CCU. Zu diesem Thema hatte ich bisher recht wenig gefunden und wollte mich einfach mit anderen austauschen die ähnliche oder zumindest in Teilen ähnliche Konstellationen betreiben um die Erfahrungen und Erkenntnisse hier ein bisschen zu sammeln.

*meine „Berufskrankheiten“ und bestimmt Einstellen, werden möglicherweise bisschen verständlicher, wenn man meinen beruflichen Background kennt, der Zwangsweise den einen oder anderen bleibenden „Schaden“ bei mir hinterlassen hat :wink:

Gruß Andreas

Hmmm… Bei der Expertise und bei dem Umfang der Installation und bei deren Anzahl… Kann sein, dass ich da falsch liege, aber der berufliche Background hat irgendwas mit Plaudertasche zu tun? :grinning:

Hallo Tobias,

ich wollte halt die Erklärungen zum meinen Aussagen zu liefern, daher ist vielleicht bisschen ausführlicher. Ich denke es hat jeder was davon, wenn man die Aussagen nachvollziehen. Ob das dann fachlich korrekt ist, kannst du gerne selbst nachrecherchieren und für dich entscheiden ob du Sie für relevant oder korrekt hältst.

Aber in der Tat, reden können ist nicht unwichtig in der Beratung, aber ohne fundiertes Fachwissen, kommt man selbst da nicht weit. Zumindest nicht als kleines Unternehmen.

Aber ich denke wir sollten die Posts hier im technischen Bereich und weniger im persönlichen belassen.

Gruß Andreas