Homegear und HmIP ... never ending story


#1

Nach vielen Forumseinträgen 2018 würde ich das Thema HmIP nochmal aufgreifen. Wir sind nun im bei 02/2019 und etwas neues dazu habe ich nicht finden können. Zu meiner Installation:

  • Raspi 3
  • OpenHab 2.x
  • HM-MOD-RPI-PCB

Alle “nicht-HmIP” Komponenten laufen bei mir sehr gut . Auch wenn es noch genügend Hm Geräte zu kaufen gibt, stellt EQ3 immer mehr auf HmIP um (laut Telefonat mit EQ3). Mir stellt sich nun die Frage, ob ich Homegear noch strategisch als CCU Ersatz weiter nutzen sollte. Zur Zeit kann ich nirgendwo einen Fahrplan erkennen, ob HmIP mit meiner eingesetzten Hard-/Software zukünftig unterstützt wird. Auch halte ich es für schwierig, wenn zwar neue Hard-/Software rauskommt, die bestehende Installation aber nicht mehr funktioniert. Als negativ Beispiel sei hier die Umstellung von MQTT 1.x auf MQTT 2.x genannt.

Jeder der eine etwas größere Installation laufen hat weiß, wie schwierig es wird alles zu ändern oder wie hoch die Abhängigkeit zu so einem System ist.

Gibt es irgendwelche klaren Aussagen bzgl. der zukünftigen Entwicklung von Homegear und HmIP?

Wenn die Entwicklung schon weit voran geschritten ist, es aber noch dauert bis alle Tests einwandfrei gelaufen sind, ist das ja ein guter Schritt nach vorne. Da kann man mit Leben und etwas Geduld aufbringen.

Gerade vor dem Hintergrund, dass sich andere etablierte Systeme und Standards immer größerer Beliebtheit erfreuen und fast monatlich neue Komponenten auf den Markt kommen, wäre ein klares Zeichen für Homematic und Homegear sicherlich wichtig. Es liegt natürlich auch ganz klar bei EQ3, die meiner Meinung nach mit dem verramschen über die Discounter sich keinen gefallen tun. Sollten sie ihre Daten nicht offen legen und damit die Community unterstützen, wird es schwer einen proprietären Standard zu etablieren. Der Gegenwind der Konkurrenz ist groß und die Zeit in der Homematic als Platzhirsch den Markt führte wird sich sonst dem Ende neigen. Sorry das ich so etwas sage, aber mein Frust ist groß. :frowning:


#2

Hallo @thissiac,

Wichtig zunächst einmal: Homegear ist kein alleiniges HomeMatic-Gateway ;-), sondern spricht viel mehr Protokolle. Mit OpenHAB ergibt auch die Verwendung als z. B. EnOcean-, KNX- oder Beckhoff-Gateway Sinn, da diese in Homegear deutlich vollständiger implementiert sind.

Zur Direktunterstützung von HM-IP: Sobald es mehr Informationen zum Protokoll gibt, werden wir HM-IP direkt implementieren. Aktuell gibt es aber leider noch nicht viel. Es müsste sich irgendjemand mal ans Reverse-Engineering setzen, da ich nicht glaube, dass eQ-3 irgendwelche Informationen veröffentlichen wird.

Was aber vermutlich bereits geht, ist den CCU-eigenen HM-IP-Dienst aus dem OCCU-Projekt in Verbindung mit dem neuen Kommunikationsmodul (RPI-RF-MOD) zu verwenden - müsste mal jemand testen. Im Laufe des Jahres werden wir dafür - falls es wirklich geht - ein Debian-Paket zur Verfügung stellen. Mit dem HM-MOD-RPI-PCB geht es nicht, weil für letzteres UART aus dem Kernel komplett entfernt werden muss, d. h. es läuft nicht mit Standardkernel.

Auch halte ich es für schwierig, wenn zwar neue Hard-/Software rauskommt, die bestehende Installation aber nicht mehr funktioniert. Als negativ Beispiel sei hier die Umstellung von MQTT 1.x auf MQTT 2.x genannt.

Was die Protokolle angeht, achten wir darauf, dass alles abwärtskompatibel bleibt. Das müssen wir auch aus Eigeninteresse, da bestehende Installationen lauffähig bleiben müssen.

Viele Grüße

Sathya


#3

Wäre es nicht auch eine Möglichkeit, das als lizenziertes Modul anzubieten? Ich wäre auf jeden Fall daran interessiert. Evt. eq3 ja auch…

Dann wäre der Weg zu open source zwar geschlossen (wegen NDA o.ä.), mir ist das aber nicht so wichtig. Hauptsache ich kann langfristig die Hardware einsetzen.


#4

Das Protokoll werden die aber vermutlich trotzdem nicht offenlegen - leider, d. h. es müssen die eQ-3-eigenen Module und der eQ-3-eigene Dienst verwendet werden - zumindest bis das Protokoll analysiert ist.